Fair Trade Kleidung

Ethisch korrekte Mode gewinnt zunehmend an Bedeutung. Mittlerweile gibt eine so große Nachfrage, dass sogar selbst Abendkleider und Hundemäntel einen Käufer finden. Das alte Image der kratzig-unbequemen und unmodischen Wallegewändern ist abgelegt. Die ökologisch und fair gehandelte Mode überzeugt mit Stil und Qualität.

Wer saubere Modekleidung anbieten will, kann nur glaubwürdig sein, wenn er auch soziale Aspekte der Herstellung bedenkt. Der überwiegende Teil unserer Bekleidung wird heutzutage in Niedriglohnländern wie Pakistan, Bangladesch und Vietnam angefertigt. Lange Zeit gehörte China zu den Hauptproduzenten, gilt mittlerweile aber als zu teuer für einige westliche Auftraggeber. Was zugunsten niedriger Produktion vernachlässigt wird, sind existenzsichernde Löhne der Arbeiter vor Ort, deren Arbeitsschutz, soziale Absicherungen sowie die Möglichkeit sich in Gewerkschaften zu organisieren. Die Organisation Terre de Femmes hat errechnet, dass die Kosten eines konventionell hergestellten Kleidungsstücks nur einen geringen Anteil von 0,5 bis 1 Prozent des Ladenpreises beträgt. Daher kann Fair Trade Kleidung einen bestimmten Preise nicht unterschreiten, weil jeder Beteiligte im Herstellungsprozesses gerecht bezahlt wird.

Zertifikate und Label

Fairtrade

Für diejenigen, die bei den Sozialstandards keine Kompromissen machen wollen, empfiehlt es sich beim nächsten Kleiderkauf auf das Zertifikat Fair Wear Foundation (FWF) zu achten. Dieses Siegel gilt unter Experten als zuverlässig, wenn es um die aktuell höchsten Anforderungen an Sozial-und Arbeitsrechte geht. Daran beteiligt sind Unternehmen, Wirtschaftsverbände, Gewerkschaften und Nichtregierungsorganisationen. Die soziale Anforderungen sind: Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation, existenzsichernde Löhne, Schulungen für Management und Arbeiter, lokale Beschwerdestellen für Arbeiter. Interne Überprüfungen finden einmal im Jahr statt, externe unabhängige Kontrollen alle drei Jahre. Die gesamte Herstellungskette sowie die Einkaufpraktiken der teilnehmenden Firmen werden überprüft und im Anschluss veröffentlicht.

Unter den Verfechtern der fairen Arbeitsbedingungen steht besonders die Unternehmensinitiative Business Social Compliance Inititative (BSCI), zu der über 700 Firmen gehören, hoch im Kurs.

Die BSCI ist eine Unternehmensinitiative, gegründet von der europäischen Foreign Trade Association. (FTA). Zu den grundlegenden Standards gehören die Kernarbeitszeiten, existenzsichernde Löhne werden nicht verlangt. Kontrollen werden von kommerziellen und staatlich geprüften Kontrollunternehmen wie dem TÜV durchgeführt. Bei Mängeln sind die Unternehmen nur in Teilbereichen zur Nachbesserung aufgefordert. Veröffentlicht werden nur zusammenfassende Berichte, womit Rückschlüsse auf einzelne Teilnehmer nicht möglich sind. Die Einkaufsmethoden und die Preispolitik werden nicht berücksichtigt.

Modemarken

Es lässt sich nicht pauschal sagen, dass die teure Markenkleidung fair hergestellt wird. Denn teuer heißt nicht automatisch auch gut. Ob man nun beispielsweise ein T-Shirt von Prada oder eine No-Name-Produkt kauft: Die Kosten für die Herstellung bleiben gleich. Oft unterscheiden sich die Kosten aufgrund der Werbemaßnahmen. Allerdings muss faire Mode zu einem bestimmten Preis verkauft werden. Preise wie im Discounter sind unrealistisch. So gesehen kann man sagen, dass diejenigen, die 15-20 Euro für Marken-Shirt ausgeben, auch bereit sind, ein ethisch korrektes Produkt zu kaufen. Die bekannte Outdoormarke Jack Wolfskin beispielsweise ist sehr bemüht um Transparenz. Das Modeunternehmen ist der Fair Wear Foundation beigetreten und besitzt eine eigene Abteilung, die sich speziell dem Lieferantenmonitoring widmet. Das britische Unternehmen People Tree arbeitet mit 50 Fairtrade-Produzenten in 15 Entwicklungsländern zusammen. Hersteller erhalten Vorschüsse auf die Kollektionen und soziale Projekte vor Ort werden von People Tree gefördert. Die Kleidung aus Biomaterial wird überwiegend mit Schiffen anstelle von Flugzeugen transportiert. People Tree gehört zur World Fair Trade Organisation (WFTO). Modedesigner wie Vivienne Westwood tragen Entwürfe zur Kollektion bei, deren Bluse oder Kleider durchschnittlich 100 Euro kosten. Eine Auflistung der Einkaufmöglichkeiten in Deutschland findet man auf der Website www.peopletree.co.uk

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